Was wir von Hunden über unsere Wahrnehmung lernen können

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Entdecke, wie Hunde uns lehren, die Welt bewusst wahrzunehmen, ohne zu bewerten. Lerne, wie du Missverständnisse im Alltag vermeiden und deine Wahrnehmung schärfen kannst.

Wie wir die Welt wahrnehmen

Hast du dir mal Gedanken darüber gemacht, wie du die Welt wahrnimmst? Nimmst du das wahr, was da ist und was passiert? Was machst du, wenn du einen anderen Menschen auf der Straße triffst? Nimmst du diesen Menschen einfach so wahr wie er ist? Oder bildest du dir vielleicht eine Meinung über diese Person und bewertest sie?

Falls du dich darin wieder erkennst, keine Sorge, das machen die meisten von uns…ständig, ohne sich darüber bewusst zu sein. Das ist auch oft gar nicht schlimm und fängt schon mit Kleinigkeiten an: Das Wetter ist schlecht, ein schöner Sonnenaufgang und und und.

Wir machen dies auch in Begegnungen, Beziehungen und Gesprächen. Selten nehmen wir einfach wahr was gesagt wird, sondern überlegen, wie es gemeint sein könnte. Oft laufen diese Überlegungen sogar unbewusst ab und obwohl wie sie nicht bewusst steuern, beeinflussen sie unser Verhalten.

Erst einmal ist das ja ganz nett, ein schöner Sonnenaufgang ist schließlich etwas ganz wundervolles und naja schlechtes Wetter gibt es immer mal wieder.

Warum wir die Welt wahrnehmen, wie wir sie wahrnehmen

Es geht allerdings sogar noch weiter. Wir nehmen oft sogar ganz andere Dinge wahr als andere. Also vieles, was um uns herum passiert kriegen wir ganz einfach nicht mit. Ich glaube den Klassiker haben die meisten schonmal erlebt schonmal: Die plötzliche Fülle an Fahrschulautos in der Zeit, als man selbst den Führerschein gemacht hat. War das nicht erstaunlich? Wo kamen die denn alle her?

Unsere Wahrnehmung hängt vor allem mit unserem Fokus und unseren Erfahrungen ab.

Wir nehmen das wahr, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten oder was uns gerade beschäftigt. Ganz viele andere Dinge bleiben uns verborgen… und wisst ihr was? Das ist so gut! Wir wären sonst von den ganzen Eindrücken, die uns begegnen absolut überflutet. Ich muss zugeben, dass bin ich ja oft so schon, wenn ich durch Frankfurt laufe. Und es hat noch einen ganz wundervollen Effekt: Wir können entscheiden, worauf wir unseren Fokus lenken möchten. Auf das Gute? Dann fällt uns vielleicht eine lächelnde Person auf und wir lächeln einfach mal zurück. Oder auf das Schlechte? Ihr werdet sehen, wie schnell viele um euch herum schlechte Laune bekommen. Probiert es mal aus, dass macht echt Spaß. Einen Tag, eine Stunde bewusst das Schöne aufnehmen, und zwar das, was für dich schön ist. Wir malen die Realität mit unseren ganz eigenen Farben und nehmen die Bilder, die wir gemalt haben, wahr.

Die Bewertungen und Interpretationen, die wir machen, hängen außerdem ganz stark von unseren Erfahrungen ab. Was wir in dem Verhalten eines Tieres oder einer anderen Person erkennen, hängt davon ab, was wir selbst schon erlebt haben und wie wir uns erleben. Haben wir vielleicht in letzter Zeit schlecht geschlafen? Und dann vielleicht sogar auch jemanden übersehen? Dann nehmen wir das von der Kollegin an. Haben wir oft das Gefühl, dass wir sowieso alles falsch machen und es allen recht machen müssen? Dann muss ja eigentlich daran liegen, dass die Kollegin nicht gegrüßt hat. Jetzt müssen wir nur noch herausfinden, was wir falsch gemacht haben oder wir interpretieren einfach etwas in das Verhalten der Kollegin und verhalten uns entsprechend. Das ist die beste AUsgangsbasis für Konflikte. Doch weißt du was, das muss nicht sein.

Warum unsere Wahrnehmung problematisch sein kann

Es kann allerdings problematisch werden, wenn wir automatisch annehmen, dass andere die Welt genau so sehen wie wir. Vor allem wenn dies in Beziehungen passiert kann es häufig zu Missverständnissen kommen. Wir treffen eine Kollegin und sie grüßt uns nicht. Was dann passiert kann sehr unterschiedlich sein. Person A denkt: Die Arme hat bestimmt schlecht geschlafen. Person B denkt vielleicht: Verdammt was habe ich falsch gemacht, dass sie mich nicht mehr grüßt. Person C denkt… und so weiter. Bis hierin hat das ja vielleicht noch keine Konsequenzen, diese entstehen erst, wenn wir nun entsprechend unseren Annahmen auf die Kollegin reagieren.

Wenn wir glauben, dass die Kollegin uns nicht grüßt, weil wir etwas falsch gemacht gemacht haben, kann es sein, das wir uns aus Unsicherheit zurückziehen. Die Kollegin, die vielleicht gerade von einem schönen Sonnenaufgang geträumt und uns deshalb nicht wahrgenommen hat ist entsprechend verwirrt aufgrund unserer Reaktion und reagiert auch wieder entsprechend, was die ganzen Personen A,B,C und so weiter verwirrt. So können ganz schnell Missverständnisse entstehen. Ich möchte noch einmal erwähnen, dass es oft keine bewusste Entscheidung von uns ist und eben auch nicht von der anderen Person.

Wie Hunde die Welt wahrnehmen

So und was machen jetzt dagegen Tiere, wenn sie sich begegnen, hier mal die Hundebesitzer vor…was macht euer Hund, wenn er einen anderen Hund trifft (vorausgesetzt er hat hierzu die Möglichkeit und kann sich frei bewegen)? Er riecht dem anderen Hund am Po…und warum macht er das? Er erfährt dadurch ganz viel über den anderen Hund, er sammelt also Informationen, in dem er das wahrnimmt was da ist, ohne zu interpretieren. Cool oder, ich würde sagen, daran können wir uns alle mal ein Beispiel nehmen.

Was kann man denn nun dagegen tun?

Das erste ist sich darüber bewusst zu werden, wann und was wir interpretieren. Versuch doch mal auf deine eigenen Gedanken im Kontakt mit anderen zu achten und stell dir die Frage, ob das, was du denkst wirklich wahr ist. In dem Artikel „Wir sind nicht unsere Gedanken“ habe ich beschrieben, dass unsere Gedanken oft ganz schön sprunghaft sind, deshalb lohnt es sich auf jeden Fall diese immer mal wieder zu hinterfragen.

Das erste ist sich darüber bewusst zu werden, wann und was wir interpretieren. Versuch doch mal auf deine eigenen Gedanken im Kontakt mit anderen zu achten und stell dir die Frage, ob das, was du denkst wirklich wahr ist. In dem Artikel „Wir sind nicht unsere Gedanken“ habe ich beschrieben, dass unsere Gedanken oft ganz schön sprunghaft sind, deshalb lohnt es sich auf jeden Fall diese immer mal wieder zu hinterfragen.

Dann können wir wirklich lernen einfach nur wahrzunehmen. Das ist eine wirklich tolle Übung, die du einfach mal ausprobieren kannst. Nimm dir mal einen Tag, alles was dir begegnet so zu sehen wie es wirklich ist, nur das was wirklich da ist. Genau das können wir von unseren Hunden und natürlich auch allen anderen Tieren lernen. Erstmal jeden Menschen und jede Situation so annehmen wie sie ist.

Du entscheidest! Du alleine. Du kannst herausfinden, was du objektiv da ist und was du vielleicht interpretierst und wie du dich verhalten möchtest.

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