So Weihnachten ist vorbei und das Jahr neigt sich dem Ende zu…die Zeit der Vorsätze beginnt…na wer von euch hat alles Vorsätze? Vorsätze machen können wir fast alles ganz gut, bei der Umsetzung kann es dann allerdings eventuell schwierig werden, vor allem wenn es um Gewohnheiten geht. Hierbei kann es natürlich auch um Dinge gehen, die dein Haustier betreffen.
Doch warum fällt es uns das so schwer? Eigentlich sind das doch alles Sachen, die wir verändern möchten. Egal worum es sich handelt, ob wir mehr Sport machen, endlich damit anfangen wollen unser eigenes Business zu starten oder unsere Finanzen endlich mal regeln möchten wir sind, zumindest zu Beginn, davon überzeugt, dass es eine gute Idee ist hier etwas zu verändern. Doch warum klappt es nicht?
Gluaub mir, damit habe ich mich wirklich lange auseinander gesetzt weil ich so viele Ziele hatte und habe und so viel erreichen wollte aber ich bin einfach nicht ins machen gekommen. Ich habe immer wieder gute Gründe gefunden warum ich jetzt nicht anfangen kann. Obwohl ich doch vorher so überzeugt war. Dieses Jahr habe ich es allerdings wirklich geschafft, viele Dinge, die ich mir schon lange vorgenommen habe umzusetzen. Angefangen mit kleinen Sachen, wie regelmäßig Sport zu machen und zu meditieren aber auch größere Sachen. Ich habe mich tatsächlich selbstständig gemacht und baue mir gerade Schritt für Schritt mein Leben so, wie ich es möchte. Ein Leben voll Selbstbestimmung, Leichtigkeit und Freude. Dadurch hat sich auch die Beziehung zu meinen Tieren nochmal deutlich verändert. Ich bin viel klarer , weiß was ich will und weiß vor allem, dass ich so viel schaffen kann. Dadurch werfen mich nicht schon Kleinigkeiten aus der Bahn. Außerdem habe ich keinen Stress mehr und das wirkt sich so positiv auf uns alle aus, es gibt aktuell wirklich wenig Sachen, die ich nicht gerne mache und auch das merken meine Tiere natürlich. Hinzu kommt, dass ich mir meine Zeit frei einteilen kann und so auch die Zeit mit meinem Tieren. Ich genieße es so sehr, gerade im Winter mittags eine große Runde spazieren zu gehen und dafür dann abends länger zu arbeiten. Wenn es mir oder auch meinen Tieren mal nicht gut geht, habe ich die Zeit und auch die finanziellen Ressourcen um micht gut um uns alle zu kümmern.
Was mir dabei geholfen hat, möchte ich hier gerne mit dir teilen, denn ich wünsche mir so sehr, dass jeder das Leben führen kann, was er oder sie möchte. Mit den eigenen Tieren, für die eigenen Tiere oder auch einfach für dich selbst.
Nimm dich nicht so ernst
Ganz oft ist es so, dass unser Verstand sich dazwischen schaltet und uns Gedanken denken lässt, die uns davon abhalten etwas zu verändern. Falls du jetzt denkst, dass du aber doch mit deinem Verstand beschlossen hast, dass es eine gute Idee ist etwas zu verändern, hast du damit sicher Recht. Das ist ja genau das Problem mit unseren Gedanken, sie ändern ständig ihre Meinung. Das hast du bestimmt schon öfter gemerkt. Dinge von denen du in einem Moment überzeugt bist, sind dann doch nicht mehr so wichtig. Deshalb ist es auch so wichtig sich immer wieder bewusst zu machen, dass wir nicht unsere Gedanken sind.
Aber warum tut der Verstand das denn nun? Ganz einfach weil er will dass du überlebst. Dass ist das einzige, worum es deinem Verstand geht. Und alles was Veränderung mit sich bringt ist erstmal unsicher. Bis jetzt hast du ja ganz gut überlebt und wer weiß, wie es nach der Veränderung aussieht. Selbst wenn es Dinge sind, die ja eigentlich gesund sind, bedeuten sie Veränderung und das mag unser Verstand nicht. Noch schwieriger wird es bei so ganz absurden Sachen wie der Idee sich selbstständig zu machen und sein Leben mal komplett auf den Kopf zu stellen. Glaub mir mein Verstand und ich hatten hier einige Diskussionen. Dem ist es nämlich echt egal, ob du glücklich bist, er ist dafür da dass du überlebst. Und noch lebst du ja, also kein Risiko eingehen und etwas verändern. Deshalb ist es ein Tipp, denn ich dir geben möchte, wenn du etwas ändern möchtest, dass du dich selbst nicht so ernst nehmen solltest und dir nicht alles glauben solltest, denn du bist nicht deine Gedanken.
Fatale Folgen kann dieses hin und her tatsächlich im Umgang mit unseren Haustieren haben. Denn auch hier passiert es immer wieder, dass wir uns etwas vornehmen. Ab jetzt sind wir konsequenter und der Hund kriegt wirklich nichts mehr vom Tisch. Tja jetzt hat er aber gelernt, dass er, wenn er etwas bestimmtes tut nun mal etwas kriegt und jetzt machst du das plötzlich nicht mehr. Da wird dein Hund natürlich erstmal testen, was er denn nun tun soll, damit du das tolle Verhalten wieder zeigst. Das heißt, wenn dich vorher schon etwas genervt hat, wird es jetzt wahrscheinlich erstmal schlimmer. Vielleicht hat dein Hund anfangs nur leise gefippt oder dich angestarrt, wenn du dann nicht reagierst, wird er größere Geschütze auffahren, irgendwie muss es ja klappen… vielleicht bellt er, umkreist dich oder was auch immer. Wenn du jetzt einknickst weil dein Verstand dir sagt, ach naja so wichtig ist das doch eigentlich gar nicht. War ja bisher auch kein Problem, hast du deinem Hund was ganz tolles beigebracht. Was auch immer er in diesem Moment gezeigt hat, hat er gelernt. Das ist nur ein Beispiel wir machen das dauernd mit unseren Tieren, deshalb finde ich es auch so wichtig, sich immer wieder klar zu machen, wie Tiere lernen. Sonst passieren so Sachen ohne das wir es merken.
Finde dein „Warum“
Wenn wir etwas erreichen möchten hat das eigentlich immer einen Grund, irgendetwas steckt dahinter, doch oft ist uns gar nicht so wirklich bewusst was dahinter steckt. Ist es etwas, von dem wir glauben, dass wir es machen sollten? Beispielsweise ist es doch immer gut sich gesünder zu ernähren oder ist es etwas, dass uns unserem Traum weiterbringt, wie etwa finanzieller Unabhängigkeit. Oft sind unsere Vorsätze eher diffus und wenn du dich wirklich mal fragst, warum will ich das eigentlich, könne zwei Sachen passieren: Entweder du stellst fest dass du das eigentlich gar nicht genau weiß, man macht das halt so…ja das macht man halt so. Meiner Meinung sollte genau das immer hinterfragt werden. Nur weil andere das so machen muss es nicht das richtige für dich sein.
Auch das fällt mir immer wieder im Umgang mit unseren Haustieren auf. Wie oft möchten wir etwas ändern weil man es halt so macht oder weil das Tier irgendwas nicht machen soll.
Das große Problem bei allen Dingen die wir übernehmen ist aber, dass sie uns selbst nicht wichtig sind und dann werden wir nicht dabei bleiben. Unser Verstand kriegt uns sofort überzeugt, dass es nicht wichtig ist und dann fallen wir in unsere alten Verhaltensweisen zurück.
Deshalb ist es mega hilfreich, wenn du dir wirklich klar machst, warum du etwas verändern möchtest. Was steckt dahinter? Welches große Ziel möchtest du dadurch erreichen? Das solltest du dir irgendwo aufschreiben, hinkleben oder wie auch immer auf jeden Fall so sichtbar machen, dass du dich immer wieder daran erinnerst. Bei jedem Zweifel hol dir dein Ziel vor Augen, dann das kann dich dann auch durch schwere Zeiten tragen, denn die werden kommen. Um herauszufinden, was du wirklich willst kann beispielsweise ein Visionboard total hilfreich sein.
Mit kleinen Schritten an das große Ziel
Bill Gates hat mal gesagt, dass wir oft überschätzen, was wir in einem Jahr erreichen können und unterschätzen, was wir in zehn Jahren erreichen können und da ist echt was dran.
Wir glauben oft wir müssen alles sofort ändern und machen. Die erste Zeit geben wir Vollgas und dann ist die Luft raus. Entweder weil die Anfangseuphorie nachlässt oder weil der erste Rückschlag kommt. Oft hören wir dann ganz auf. Es ist wirklich viel sinnvoller klein anzufangen und es wie nebenbei zu etablieren, bis es zur Gewohnheit geworden ist. Wie lange das dauert weiß irgendwie niemand zumindest lese ich dauernd was anderes. Häufig tauchen so 30 Tage auf. Zum Beispiel habe ich Sport in mein Leben integriert in dem ich mit drei Minuten täglich angefangen habe. Anfangs habe ich mir sogar verboten länger zu machen. Das hatte zwei Effekte: ich hatte keine Ausrede keinen Sport zu machen weil ich keine Zeit habe…drei Minuten gehen immer und es hat weiter Spaß gemacht weil ich aufgehört habe bevor es mir zu viel wurde. Irgendwann habe ich mir dann auch „erlaubt“ mehr zu machen. Aber bis heute fange ich mit dem Gedanken an, drei Minuten müssen sein und dann schauen wir mal weiter. Diese drei Minuten mache ich immer, egal wie krank ich bin oder welche Verletzungen ich gerade mal wieder habe. Auch wenn es nur mal kurz eine Vorwärtsbeuge ist, egal, irgendwas mache ich. In 95% der Fälle ist es inzwischen deutlich mehr. Das kannst du auf alle Sachen übertragen. Meine Masterarbeit habe ich, neben einer Vollzeitstelle in der Eingliederungshilfe, der Leitung eines Pferdepensionsbetriebes, zwei Hunden und einem Pferd, nur geschafft weil ich jeden Tag eine Stunde geschrieben habe. Nie mehr, aber das konsequent.
Das könnt ihr natürlich auch bei allen Zielen mit euren Tieren umsetzen, hier kann es in vielen Fällen gut sein, wenn ihr irgendein Ritual etabliert, wenn ihr an dem neuen Ziel arbeitet, damit das Tier eben weiß, was gerade von ihm erwartet wird. Das kann ein optisches Zeichen oder auch ein Ortswechsel sein. Hauptsache ist es vorhersehbar. Denn für unsere Tiere gibt es nichts schlimmeres als wenn wir unberechenbar sind. Durch diese kleinen Dinge, kannst du immer mehr die Person werden, die dein Tier braucht und dir gleichzeitig, das Leben erschaffen, dass du möchtest. Schritt für Schritt. Gerne unterstütze ich dich durch mein Coachingangebote innerer Kompass und Tierimpuls. Schau doch mal vorbei.