Monatsrückblick Dezember

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Dieses Mal habe ich echt lange überlegt, ob ich statt einem Monatsrückblick einen gesamten Jahresrückblick schreiben möchte, habe mich dann aber doch dagegen entschieden. Mir ist es wichtig, die Zeit zwischen den Jahren zu nutzen um zur Ruhe zu kommen. In diesen Tagen mache ich wirklich nur das nötigste und übe mich darin, dass alles was jetzt nicht super wichtig ist auch mal liegen bleiben darf. Das fällt mir nämlich nach wie vor schwer: Dinge liegen lassen ohne die ganze Zeit darüber nachzudenken, dass ich sie ja noch machen muss. Genau deshalb wird es jetzt doch nur ein Monatsrückblick, denn überhaupt etwas zu schreiben ist mir aus verschiedenen Gründen durchaus wichtig. Zum einen natürlich weil ich euch gerne auf dem Weg in meine Selbstständigkeit mitnehmen möchte, auf der anderen Seite hilft es mir selbst aber auch nochmal Revue passieren zu lassen was diesen Monat so alles passiert ist. Zudem möchte ich mit dem Monatsrückblick auf für mich eine gewisse Routine schaffen. Dieser Artikel soll feststehen und wird auf jeden Fall monatlich geschrieben, diese Entscheidung muss ich dann nicht mehr treffen, denn jede Entscheidung kostet Energie.

So genug Einleitung, was ist also im Dezember passiert.

Der Dezember beruflich

Beruflich haben sich inzwischen gewisse Routinen entwickelt und ich habe für mich herausgefunden, was ich wann und wie gerne machen möchte. Ein Luxus, denn ich mir in meiner Festanstellung so oft nicht erlauben konnte weil einfach viele Termine von außen vorgegeben wurden. Das ist jetzt nicht mehr so, in den meisten Fällen gebe ich die Termine vor. Natürlich gibt es auch Ausnahmen doch ich habe gemerkt, dass mir eine grundsätzliche Routine sogar dabei hilft Ausnahmen gut etablieren zu können. Einfach weil ich weiß, was grundsätzlich wann ansteht. Früher war es so, dass eine Terminverschiebung oft so einen Rattenschwanz an anderen Terminverschiebungen nach sich gezogen hat und es mussten so viele Leute informiert werden, das habe ich als unglaublich anstrengend empfunden.

Aktuell ist es so, dass ich die Vormittage am liebsten für sämtliche Bürotätigkeiten nutze. Ich bearbeite die Post, stelle Anträge, telefoniere mit Behörde, Versicherungen, Banken oder auch mit den Betreuten selbst. Außerdem schreibe ich auch vormittags beispielsweise die Blogartikel oder beschäftige mich mit Angebotsideen. Ich habe einfach gemerkt, dass ich vormittags die meisten Ideen habe und mich am besten konzentrieren kann. In diesen ersten Stunden des Tages bin ich wirklich sehr produktiv. Nachmittags habe ich dann keine Lust mehr auf Büro und lege mir deshalb dort am liebsten meine Termine in denen ich direkten Klientenkontakt habe hin, egal ob es sich hier um Coachingklienten oder um Termine im Rahmen der rechtlichen Betreuung handelt. Nachmittags habe ich Lust darauf und zudem das Gefühl, alles wichtige ist erledigt, so das sich mich voll auf meine Klienten einlassen kann. Wenn dann doch nochmal was reinkommt, was bearbeitet werde muss weiß ich, dass ich am nächsten Vormittag genug Zeit dafür habe und kann es daher gedanklich beiseite legen.

Ich habe Stand heute 25 rechtliche Betreuungen, ich denke ich werde noch auf circa 30 Betreungen erhöhen, so habe ich auf jeden Fall noch genug Zeit für meine Coachingangebote und es ist eine super Kombination für mich.

Im Dezember habe ich nach ziemlich genau zwei Jahren nun auch endlich mein Praktikum bei der Hundeschule Niddanasen beendet. Ich freue mich nicht nur, dass das Praktikum jetzt endlich geschafft ist, sondern vor allem, dass ich nun weiter bei der Hundeschule arbeiten werden. Wir überlegen gerade was ich genau machen werde, ziemlich sicher ist schon, dass ich in regelmäßigen Abständen Entspannungsspaziergänge für Hund und Mensch anbieten werde und zudem ab und an eine kleine Wanderung. Dies hat sich aus dem Entspannungsworkshop, welcher auch im Dezember stattgefunden hat, ergeben.

Bei dem Entspannungsworkshop habe ich gemerkt, wie spannend ich das Theme finde. Ich habe mich ja schon sehr viel damit beschäftigt und es war in allen meinen Ausbildungen Thema, aber ich habe noch nie eine Weiterbildung nur zu diesem Thema gemacht und naja das Praktikum ist jetzt beendet, das ruft ja quasi noch einer Weiterbildung oder? Also habe ich mich für eine Weiterbildung zur Entspannungstrainerin angemeldet, sie findet im Februar statt. Ich freue mich sehr darauf. Hach ich liebe Weiterbildungen.

Ich glaube beruflich stand im Dezember im Fokus eine gewisse Routine zu etablieren. Im Oktober und November habe ich meine Angebote entwickelt und angefangen herauszufinden, was ich will und anbieten möchte, dies wird sich sicher weiter verändern, doch ich freue mich, dass das Grundgerüst meiner Angebote nun erstmal steht. Hier kannst du es nochmal nachlesen.

Es gibt noch ein Thema, was mir nun anfängt mir immer wieder zu begegnen und auch ein echtes Herzentshema von mir ist: Der Umgang mit Haustieren von Klient:innen. Ich habe vor circa zwei Jahren meine Masterarbeit darüber geschrieben, wie pädagogische Fachkräfte der ambulanten Eingliederungshilfe damit umgehen sollten, wenn die Betreuten Haustiere haben. Einfach weil das die Realität ist. Sehr viele Menschen haben einfach Haustiere und natürlich können einige davon auch krank sein oder werden. Im Rahmen der Eingliederungshilfe sind diese Tiere dann natürlich da und einfach unglaublich wichtig für die Menschen doch es gibt quasi keine Unterstützung und die pädagogischen Fachkräfte lernen nichts darüber, wie sie mit den Tieren umgehen sollen, auch wenn sie in den Hausbesuchen zwangsläufig damit konfrontiert werden. Das ist meiner Meinung nach ein echtes Problem und in meiner damaligen Anstellung haben wir damals einen Fachkongress zu diesem Thema gemacht und im Anschluss gemeinsam mit dem Gesundheitsamt Frankfurt einen Arbeitskreis ins Leben gerufen. Diesen gibt es immer noch, ich weiß nur gerade nicht, was nach der Beendigung meiner Anstellung, meine Rolle in diesem Arbeitskreis ist. Naja auf jeden Fall ist mir dieses Thema im Rahmen meiner rechtlichen Betreuungen nun auch immer wieder begegnet. Vielleicht schreibe ich da demnächst mal einen eigenen Blogartikel drüber weil es so wichtig ist und so wenig Unterstützungsmöglichkeiten gibt.

Der Dezember privat

Privat habe ich den Dezember vor allem genutzt um das Jahr ausklingen zu lassen. Ich habe einen ganz tollen Yogaworkshop bei Sibylle Rosin gemacht. Auf sie bin ich damals aufmerksam geworden weil ich einen Yogakurs hier bei mir in der Umgebung gesucht habe und sie einen anbietet. Leider ist dieser abends um 20 Uhr und das ist gar nicht meine Zeit. Da ich ihren Yogastil aber sehr mag, habe ich mich sehr über diesen Workshop gefreut. Außerdem war ich viel mit meinen Hunden unterwegs. Ich feiere es einfach so, dass ich, gerade jetzt im Winter einfach jeden Mittag so lange Pause machen kann wie ich möchte und eine schöne Runde mit ihnen laufen kann. Mal bei mir, mal im Stall oder mal wo ganz anders. Wir haben auch drei kleine Wanderungen gemacht und neue Orte entdeckt. So etwas liebe ich ja und möchte ich nächstes Jahr auf jeden Fall öfter machen. Ich war öfter abends mit Freunden essen, habe es aber immer noch nicht geschafft frühstücken zu gehen, das wird sich jetzt im Januar aber auf jeden Fall ändern, der Termin steht schon fest. Auch einige Weihnachtsmärkte habe ich besucht und mal wieder festgestellt, wie anstrengend ich so Menschenmassen finde, ich frage mich ja wirklich, wie ich es geschafft habe zehn Jahr in der Frankfurter Innenstadt zu wohnen. Allerdings hat es mich sehr gefreut, dass ich auf jedem Weihnachtsmarkt was veganes zu essen gefunden habe und es waren tatsächlich nur einmal Pommes.

Außerdem habe ich wieder angefangen regelmäßig zu joggen und nehme mir gerade echt viel Zeit für Sport morgens. Anfangs ist mir das echt schwer gefallen, also ich mache ja schon seit vielen Jahren kurz morgens Sport aber so richtig ist mir schwer gefallen, weil es ja noch so viel zu tun gibt. Nachmittags/Abends kann ich mich dann aber nicht mehr aufraffen. Deshalb nehme ich mir aktuell morgens 30-60 Minuten Zeit für Sport.

Ich habe auch noch eine Gewohnheit verändert, welche das ist verrate ich euch im Januar, wenn ich dabei geblieben bin 😉.

Was habe ich im Dezember gelernt

Ich habe im Dezember vor allem gelernt darauf zu achten, was mir wann gut tut und dass mir eine gewisse Routine doch wichtig ist. Hierbei habe ich auch gemerkt, dass ich es nach wie vor sehr sehr gerne mag direkten Klientenkontakt zu haben, dies aber dennoch mit einer gewissen Anstrengung verbunden ist weil ich mich einfach voll auf mein Gegenüber einlassen möchte. Ich glaube darin bin ich auch ziemlich gut und ich kann die Zusammenhänge, von denen mir berichtet wird erkennen. Das ist gerade im Coaching immer sehr gut. Dadurch öffne ich mich aber sehr für das was mein Gegenüber fühlt und wahrnimmt, was oft Dinge sind, die nicht so schön sind. Das ist in Ordnung und auch gut weil ich weiß, dass ich genau dadurch besonders gut unterstützen kann. Ich weiß aber auch, wie wichtig es ist, danach wieder bei mir anzukommen und Zeit für mich zu haben. Deshalb mag ich es jetzt auch sehr gerne, nicht den ganzen Tag im Kontakt zu sein, sondern auch echt viele Bürotätigkeiten zu tun zu haben. Für mich ist das aktuell genau die richtige Kombi.

Außerdem habe ich gelernt, wie wichtig es ist, dass ich mich nicht beeinflussen lasse, sondern auf meinem Weg bleibe. Wenn ich mich mit anderen austausche, erlebe ich immer wieder eine große beruflich Belastung. Irgendwie ist vielen alles zu viel, sie haben zu wenig Zeit, die Arbeit ist anstrengend. Oft geht es darum effizienter zu werden und um die Frage, wie man in kürzerer Zeit mehr schaffen kann. Da muss ich echt aufpassen, dass ich da nicht mitgehe. Denn bei mir ist es nicht so. Ich habe gerade definitiv genug Zeit für alles, ich möchte nichts optimieren, sondern dass was ich tue bewusst wahrnehmen und genießen, statt gedanklich schon wieder drei Schritte weiter zu sein. Das habe ich in der Vergangenheit leider oft gemacht. Ich kann mich an Situationen erinnern, in denen ich genau das gemacht habe, was ich eigentlich machen wollte aber trotzdem konnte ich es gar nicht genießen weil ich so viele To Dos im Kopf hatte, dass ich den Moment gar nicht wahrnehmen konnte. Das möchte ich nicht mehr. Ich habe mir ein Leben erschaffen, dass ich gerne leben und ich möchte es wahrnehmen, leben und in ihm sein. Dennoch dürfen sich natürlich neue Sachen entwickeln, ich möchte weiter wachsen aber dennoch das, was ich jetzt tue weiter mit Freude und Leichtigkeit machen. Da darf ich mich in Gesprächen mit anderen noch mehr abgrenzen. Wenn ich hierüber im Coaching spreche, gelingt mir das gut. Wenn ich mit Kollegen „einfach mal so“ spreche, ertappe ich mich doch noch dabei, dass ich dem ach so anstrengenden Leben zustimme. Doch ich schaffe es immer schneller mich daran zu erinnern, dass ich wählen kann, was ich denken möchte und das meine Gedanken meine Realität erschaffen.

Was steht im Januar an

Im Januar wird der erste Entspannungsspaziergang bei der Hundeschule Niddanasen stattfinden. Ich möchte mal herausfinden, ob ich noch eine Rolle in dem Arbeitskreis bzgl den Haustieren von Menschen mit einer psychischen Erkrankung habe und welche das ist beziehungsweise was ich für eine Rolle haben möchte. Fest steht auf jeden Fall, dass ich mich diesem Thema mehr widmen möchte, nur den Rahmen weiß ich gerade noch nicht. Es ist einfach so wichtig und es gibt wirklich so wenig Unterstützungsmöglichkeiten und die die es gibt, sind oft nicht bekannt.

Sonst wird mein Fokus darauf liegen, dass ich das was jetzt gerade ist genieße und mal schaue, was noch so kommen wird. Achja die Prüfung vor dem Veterinäramt ist ja auch noch so ein Punkt…naja mal schauen.

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