Meine Morgenroutine

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Heute möchte ich euch mal in meinen Start in den Tag mitnehmen. Achtung, das klingt auf den ersten Blick wie aus so einem Lehrbuch. Deshalb möchte ich euch auch unbedingt dazu schreiben, warum ich was wann mache. Mir geht es hier nicht darum euch zu zeigen, wie perfekt mein Leben doch ist, sondern im Gegenteil. Ich möchte auch auf die Herausforderungen meines Lebens eingehen und euch zeigen, was mir geholfen hat, denn vielleicht ist ja auch etwas für dich dabei.

Wasser trinken

Der Klassiker, oder? Den Tag mit mindestens einem Glas Wasser starten. Ich habe damit ganz einfach angefangen, weil ich oft den ganzen Tag vergesse etwas zu trinken. Ihr glaubt gar nicht, wie oft ich zwischen 16 und 17 Uhr dasaß und so tierische Kopfschmerzen hatte, das einfach gar nichts mehr ging…bis ich gemerkt habe, dass ich einfach nichts getrunken habe. Bei mir ist es leider sehr oft so, dass ich vergesse zu trinken oder zu essen. Vor allem wenn ich sehr in eine Aufgabe vertieft bin oder Stress habe. Mein Körper kann bei Stress wunderbar alle „unwichtigen“ Funktionen ausschalten. So nach dem Motto: Keine Zeit zu essen, wir müssen kämpfen oder flüchten. Das war mir allerdings lange nicht bewusst. Ich habe nur gemerkt, dass ich Kopfschmerzen habe und vergesse zu trinken.

Deshalb habe ich damit angefangen morgens erstmal ein Glas Wasser zu trinken. Ich habe mir da anfangs abends echt eine Notiz ins Handy gemacht, die morgens aufpoppt. Hierbei habe ich dann noch eine spannende Erfahrung gemacht: Wenn ich etwas morgens schon gemacht habe, denke ich auch am Tag eher dran und das hat dann echt dazu geführt, dass ich auch tagsüber mehr trinke.

Angefangen hat es weil ich vormittags auf Toilette musste und mich gewundert habe weil ich vorher gar nicht so oft auf Toilette musste (warum auch, wenn man nichts trinkt) Dann ist mir eingefallen, dass ich ja heute Morgen viel Wasser getrunken habe und ich habe gleich noch ein Glas Wasser getrunken. Seitdem klappt das echt gut und ich habe keine Kopfschmerzen mehr. Achja meine Supplements nehme ich dann auch immer gleich mit. Da ich ja Veganerin bin, sind mir da paar Sachen schon wichtig und auch das würde ich sonst ganz einfach vergessen.

Lesen

Als nächstes lese ich etwas, und zwar etwas, das mich motiviert und das einfach schön ist. Auch das mache ich gar nicht so sehr, um mich kontinuierlich fortzubilden und zu optimieren, wie man es ja immer wieder hört und liest. Tatsächlich habe ich deshalb damals damit angefangen, als ich noch dachte, dass ich mich einfach nur etwas mehr anstrengen müsse und dann wird es einfacher.

Aber ich habe etwas anderes gemerkt. Ich lese einfach gerne und wenn ich weiß, dass ich gleich als erstes nach dem Aufstehen was lesen darf, fällt es mir viel leichter aufzustehen. Außerdem gab es bei mir leider eine Zeit, in der ich morgens mit nicht so schönen Gedanken aufgewacht bin und vieles in Frage gestellt habe. Ich habe vieles negativ gesehen. Da hat es mir echt geholfen, erstmal was schönes inspirierendes zu lesen

Meditation

Ja auch ein Klassiker. Morgens 10-20 Minuten meditieren. Auch hier ist es so, dass ich das damals angefangen habe, weil ich gelesen habe, dass das gut ist und ja ich muss zugeben, dass ist es auch. Es klappt aber nicht, so wie ich es gerne hätte, und zwar wirklich eigentlich nie. Diese Ruhe der Gedanken und Entspannung, die ich sonst inzwischen bei Meditationen zumindest manchmal (vor allem nach dem Sport, wenn ich richtig ausgepowert bin) habe, stellt sich morgens überhaupt nicht ein.

Im Gegenteil, ich plane den Tag, habe 1000 Gedanken im Kopf und bin echt hippelig. Irgendwann dachte ich, dass das doch so totaler Quatsch ist, dann ist das vielleicht einfach nicht die richtige Zeit für mich zu meditieren. Doch dann habe ich festgestellt, dass ich, wenn ich morgens nicht meditiere, den ganzen Tag noch hampeliger und sprunghaft bin.

Wenn du mich nicht kennst, möchte ich dir kurz ein bisschen was über mich erzählen. Ich bin jemand der wirklich dauernd 1000 Gedanken und Ideen im Kopf hat. Dauernd fällt mir etwas Neues ein und meine Gedanken springen von A nach B. Das ist super für neue Projekte, während ich eine Projektidee entwickle, habe ich schon 5 neue. Ich habe nie verstanden, wie jemand keine Idee haben kann, was er machen möchte. Ich habe 20, jeden Tag, leider wechseln sie auch ständig. Aber egal anderes Thema.

Problematisch kann dies bei so Sachen wie Haushalt sein, ich fange eine Sache an und während ich sie mache sehe ich eine andere und fange die auch an und so weiter. Zu dem, dadurch entstanden Chaos, kommt, dass das echt anstrengend ist. Außerdem fand ich meine Gedanken eine Zeit echt anstrengend und habe mich ihnen ausgeliefert gefühlt. Deshalb war es auch so ein Gamechanger zu verstehen, dass wir nicht unsere Gedanken sind.

Naja, zurück zu Meditation, wenn ich die Meditation, die mir morgens echt schwer fällt, fertig mache und diesen Gedankenimpulsen, was ich noch alles machen könnte, einfach mal nicht sofort nachgehen gelingt mir dies auch im Alltag besser. Wohlgemerkt besser, und zwar auf eine Art, die jetzt gut für mich ist. Wie gesagt, früher bin ich den Impulsen durch meine Gedanken oft direkt gefolgt, das mache ich jetzt noch manchmal, aber ich möchte es nicht immer und Meditation hilft mir genau dabei. Einfach mal ruhig bei dem Bleiben, was man gerade tut und die Gedanken ziehen lassen.

Denn ich habe gelernt, dass es genau darum geht, wenn man meditiert. Die Gedanken dürfen kommen. Es geht nicht darum sie abzuschalten oder zu bewerten, aber sie dürfen auch wieder gehen. Außerdem habe ich beim Meditieren dann oft voll gute Ideen, die für diesen Blogartikel ist, auch eben in der Meditation entstanden. Doch ich bin ihr nicht direkt nachgegangen, sondern habe die Meditation fertig gemacht.

Danach ist es dann etwas variabel. Manchmal habe ich dann so einen kreativen Schub, dass das gleich raus muss und ich arbeite erstmal eine Stunde. Manchmal bin ich auch sehr früh aufgewacht und arbeite dann auch erstmal. Den nächsten Punkt verbinde ich dann nämlich mit meiner Hunderunde und manchmal ist es meinen Damen auch einfach zu früh.

Sport

Auch hier habe ich einfach gemerkt, dass ich das echt brauche. Wenn ich mich morgens nicht bewege, habe ich den ganzen Tag so einen intensiven Bewegungsimpuls. Ich bin die, die in Sitzungen dauernd auf dem Stuhl hin und herrutscht und die im Büro nicht länger als 5 Minuten in einer normaler Sitzposition auf einem Stuhl sitzen kann. Entweder ich sitze im Schneidersitz oder habe ein Bein aufgestellt, schon alleine deshalb könnte ich niemals in einem richtigen Büro arbeiten. Auch das ist etwas, was natürlich prinzipiell in Ordnung ist, doch auch das war anstrengend, vor allem weil das früher auch mit einer inneren Unruhe verbunden war.

Wenn ich mich morgens erstmal bewege ist das besser. Ich habe gelernt, dass ich Bewegung brauche und es mir vor allem morgens echt gut tut. Da kann ich mich auch superleicht motivieren. Abends geht bei mir dafür gar nichts mehr. Ich habe mich mal für einen Yogakurs um 20 Uhr angemeldet. Die Yogastunde war super, aber ich war genau einmal da. Um 20 Uhr ist mein Körper definitiv schon im Ruhemodus, dafür ist Joggen morgens um 5 gar kein Problem.

Die morgendlichen Hunderunden integriere ich in den Sport. Also ich ziehe nach dem Lesen meine Sportklamotten an und gehe dann auch in Sportklamotten mit den Hunden spazieren. Manchmal jogge ich dann ein Stück oder mache Gymnastikübungen, während Nele lange schnüffelt (ja die Leute hier im Dorf kennen mich inzwischen). Je nachdem wie intensiv die Morgenrunde war, das entscheidet meist Nele und hier ist alles möglich von 50 Minuten joggen bis 10 Minuten nur schnüffeln, mache ich danach noch Yoga oder Gymnastik.

So das ist meine Morgenroutine, glaub mir, es hat wirklich lange gedauert, bis ich diese gefunden habe und sie verändert sich auch immer mal wieder. Ich liebe Routinen und weiß, dass sie mir echt gut tun aber sie zu etablieren ist nicht leicht. Der Vorteil an Routinen ist, dass wir nicht dauernd überlegen müssen, was wir als nächstes machen. Denn ob du es glaubst oder nicht, jede Entscheidung, die wir treffen müssen kostet Energie. Da ich immer wieder höre und es auch selbst an einigen Tage merke, dass unsere Tage einfach anstrengend sind und wir uns oft schlapp fühlen, ist es doch eine ziemlich coole Sache Energie zu sparen. Abends gelingt mir das übrigens (noch) nicht. Ich versuche seit Jahren auch eine Abendroutine zu etablieren und habe zumindest schon rausgefunden, was diese beinhalten soll aber ich bin dann abends einfach zu müde, um die Sachen auch zu machen. Deshalb fange ich hier jetzt einfach ganz klein an. Falls du auch gerne eine Routine etablieren möchtest, möchte ich dir gerne noch paar Tipps an die Hand geben, die mir geholfen habe und die ich jetzt auch wieder nutze um meine Abendroutine zu etablieren

Tipps für deine Morgenroutine

Fang mit kleinen Schritten an

Das hat mir am meisten geholfen meine Routine zu etablieren. Ich merke immer wieder, das bei so vielen Sachen die größte Hürde ist einfach mal anzufangen. Ja bei mir gibt es diese Hürde tatsächlich auch manchmal bei Sachen, die mir Spaß machen. Auch diese fühlen sich oft einfach anstrengend an, vor allem, wenn ich irgendwas dafür vorbereiten muss. Wenn ich mir aber vornehme, es jetzt einfach nur mal ganz kurz zu machen und am besten auch noch alles dafür vorbereitet habe, gelingt es mir zumindest erstmal anzufangen. Wenn ich dann dabei bin, gibt mein Kopf Ruhe, weil er sich auf die Tätigkeit konzentriert und ich kann weiter machen. Denn ich habe gemerkt, dass das, was es so schwer macht, einfach unsere Gedanken sind. Was auch sonst, wir machen, das, wozu wir uns nicht aufraffen können ja noch gar nicht. Wir denken nur daran und schaffen es deshalb nicht anzufangen. Deshalb hilft es mir, einfach mal klein anzufangen.

Beginne mit etwas an, dass dir Spaß macht

Auch das hilft mir einfach anzufangen, natürlich sollte im besten Falle die ganze Routine Spaß machen, doch einige Dinge fallen mir einfach schwerer als andere. Gerade die Morgenroutine kann meiner Meinung nach super genutzt werden um freudig aufzustehen. Denn vielleicht kennst du es auch, dass es einfach schwer fällt aus dem Bett zu kommen weil so viele Verpflichtungen warten und der ganze Tag so viel zu tun ist. Wenn es ganz schlimm ist, können diese Gedanken sogar so erdrückend sein, dass es gar nicht oder wirklich nur mit großer Anstrengung gelingt aufzustehen. Da hilft es mir, wenn ich weiß, jetzt mach ich erstmal was, das mir richtig Spaß macht. In meinem Fall Kaffee trinken und dabei lesen. Alles andere kann warten. Während ich lese, kommen meine Gedanken dann auch schon etwas zur Ruhe und es kann weiter gehen.

Lass dich inspirieren ohne zu kopieren

Ich bin sicher du hast schon ganz viel gehört, was alles gut für uns ist und was wir alles machen sollten. Es macht auch echt total Sinn sich hier inspirieren zu lassen. Aber nicht alles ist für jeden etwas. Dafür sind wir einfach zu unterschiedlich. Schon alleine weil einige von uns absolute Morgenmenschen sind und morgens die meiste Energie haben, während andere im Laufe des Tages immer fitter werden und ihre beste Zeit abends ist. Ich denke, du findest am besten raus, was zu dir passt, wenn du erstmal in dich hinein fühlst, wenn sich die Sachen schon gleich richtig schwer anfühlen, ist es vielleicht nicht das richtige für den ersten Schritt. Leg es aber trotzdem nicht komplett weg, denn manchmal bieten genau die Sachen die größte Möglichkeit zu wachsen. Um eine Routine zu etablieren, sind sie aber meiner Meinung nach nicht geeignet.

Integriere das was du den Tag über weiter machen möchtest

Wie ich am Beispiel des Wasser trinkens beschrieben habe, habe ich festgestellt, dass ich das was ich morgens mache oft auch besser in den weiteren Tag integrieren kann. Wenn ich morgens Wasser trinke, denke ich auch den restlichen Tag eher dran. Meditation am morgen hilft mir auch tagsüber daran zu denken, mal kurz innezuhalten.

Mach lieber ein bisschen als gar nichts

Bis sich eine Routine wirklich integriert hat dauert es circa 30 Tagen, einige sagen es ist mehr, andere weniger, aber ich denke 30 Tage ist ein ganz guter Richtwert. Dann denkt man weniger oder im besten Falle gar nicht mehr darüber nach sondern mach einfach. Welch Entspannung für den Kopf, etwas einfach mal zu machen ohne darüber nachzudenken. Hierfür ist es aber wichtig echt erstmal dran zu bleiben, sonst kann sich die Routine nicht entwickeln. Es ist auch nicht wichtig alles perfekt zu machen, aber einfach ein bisschen, nur so viel, dass du der Routine ermöglichst sich zu etablieren. Wenn du, wie ich, dazu neigst sowas einfach zu vergessen, kleb dir einen Zettel an den Badezimmerspiegel. Bei mir stand da einfach nur „Morgenroutine! Jetzt!“

Erlaube dir deine Routine zu verändern

Das mit dem du jetzt anfängst muss nicht immer so bleiben, wenn es sich nicht passend anfühlt darfst du es verändern. Aber erlaube dir mal eine zeitlang dran zu bleiben und das, für dass du dich jetzt entschiede hast zumindest mal einen Monat zu machen. Das tolle an einer Routine ist ja, dass du nicht darüber nachdenken musst, was du als nächstes machst. Wenn du schon am zweiten Tag überlegst, ob nicht vielleicht doch Sport vor dem Lesen gut wäre, bist du wieder in deinem Gedanken – Entscheidungsdurcheinander und das ist dann eben keine Routine. Deshalb wäre hier mein Tipp, überlege dir einfach mal zwei, drei Sachen. Mach sie einen Monat lang, zumindest ein kleines bisschen und dann darfst du alles verändern. Verweise deine Gedanke immer wieder auf den Tag nach dem Monat, wenn sie jetzt schon anfangen alles in Frage zu stellen.

Weitere Routinen

So ich glaube ich konnte dir einen kleinen Einblick darin geben, was meine Morgenroutine ist und warum ich sie mache. Doch das ist nicht meine einzige Routine, ich habe vor kurzen festgestellt, dass mein Tag aus ganz vielen Routinen besteht und dass mir das unglaublich guttut. Deshalb möchte ich auch hier noch einige mit dir teilen.

Klamotten am Tag vorher rauslegen

Das klingt banal, aber mir hilft es total morgens nicht entscheiden zu müssen, was ich anziehe. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass jede Entscheidung Energie kostet und zumindest bei mir kann ich das total bestätigen. Deshalb möchte ich gerade morgens wenig Entscheidungen treffen müssen, um genug Energie für den Tag zu haben.

Essen planen

Wie oben bereits geschrieben, vergesse ich total oft zu essen und zu trinken. Oder wenn ich daran denke aber dann nicht weiß, was ich essen soll, bin ich genervt. Da hilft es mir total, wenn ich mir vorher schon überlege, was ich wann essen will. Habe ich heute nicht gemacht und nervt mich schon wieder

Termine zu deinem Rhythmus passend planen

Irgendwie ist mir hier jetzt keine andere Überschrift eingefallen. Ich habe gemerkt, dass es bei mir Zeitfenster gibt, in denen ich besser Termine legen kann als in andere. Früher habe ich meine Termine alle direkt morgens gelegt, weil ich morgens die meiste Energie habe. Leider hat das dazu geführt, dass ich danach gar keine Energie mehr habe. Bei mir ist es so, dass ich total gerne mit Menschen zusammen bin, und mir fällt es auch superleicht mit Menschen in Kontakt zu kommen. Aber es ist anstrengend für mich, gerade nach Gruppenangeboten, so sehr ich sie liebe, bin ich wirklich erstmal sehr sehr müde. Außerdem habe ich gemerkt, dass es mich stresst, morgens schon Termine zu haben und dann konnte ich schlecht schlafen. Jetzt lege ich meine Termine am liebsten auf den späten Nachmittag. Morgens mache ich meine Büroarbeiten und kreativen Dinge. Mittags mache ich eine lange Pause, in der ich auch oft einen Mittagsschlaf mache, denn auch die Option zu haben ist mir total wichtig und nachmittags/ abends mache ich Termine. Klappt nicht immer, aber ich versuche es.

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