Clickertraining und Persönlichkeitsentwicklung

Veröffentlicht am Kategorisiert als Coaching, Impulse für Tiere 1 Kommentar zu Clickertraining und Persönlichkeitsentwicklung

Wie Clickertraining mit deinem Tier dir bei deiner eigenen Weiterentwicklung helfen kann

Falls du jetzt erstmal Fragezeichen im Gesicht hast, weil es doch beim Clickertraining darum geht Tiere zu trainieren, ist das völlig in Ordnung, denn eigentlich ist das ja auch so….eigentlich.

Doch erstmal von vorne: Clickertraining ist tatsächlich eine Möglichkeit, wie du dein Tier dabei unterstützen kannst etwas Neues zu lernen. Es geht darum, dass ein bestimmtes Wort oder ein Ton eine freudige Erwartungshaltung auslösen weil sie eine Belohnung ankündigen. Dadurch hat man mehr Zeit, bis die richtige Belohnung kommt.

Doch was hat das denn jetzt mit deiner Weiterentwicklung zu tun? Wenn du mir schon etwas länger folgst oder mich vielleicht sogar persönlich kennst weißt du, dass ich der Meinung bin, dass das meiste was wir mit unserem Tier machen oder was mit unserem Tier passiert etwas mit uns zu tun hat und so auch beim Clickertraining. Also wie können wir uns nun durch Clickertraining weiterentwickeln?

Wir lernen auf das Positive zu achten, auf das was wir haben wollen.

Beim Clickertraining geht es darum, zu belohnen, wenn unser Tier etwas gut macht. Hierbei ist es wichtig, schon Kleinigkeiten zu belohnen, damit das Tier weiß, dass es auf dem richtigen Weg ist und mit Spaß bei der Sache bleibt. Dadurch lernen wir uns auf das zu konzentrieren was gut ist. Das klingt banal aber in der Realität haben wir den Fokus oft auf den Sachen, die nicht so gut laufen. Wenn wir nun durch Clickertraining lernen uns auf das positive zu konzentrieren, kann es passieren, dass wir auch  generell in unserem Alltag mehr Positive Dinge wahrnehmen. Denn sie sind da, wir sehen sie nur nicht, wenn unser Fokus eben auf den Sachen ist, die nicht gut laufen. Das liegt daran, dass wir einen Filter im Kopf haben, der alle Reize sortiert, mit denen wir konfrontiert werden. Die, die seiner Meinung nach unwichtig für uns sind, sortiert er gleich aus und wir nehmen sie gar nicht wahr. Das ist auch total sinnvoll, denn wenn wir alles was auf uns einprasselt in voller Intensität wahrnehmen würden, würde es uns definitiv nicht gut gehen. Daran liegt es übrigens auch, dass zwei Menschen die in der gleichen Situation waren, die Situation oft ganz unterschiedlich beschreiben. Auch dass wir plötzlich mehr Fahrschulautos sehen, wenn wir den Führerschein machen, Schwangere wenn wir selbst schwanger sind, Tiere wenn wir selbst Tiere haben und so weiter ist diesem Filter geschuldet. So also warum solltest du dann nicht mehr positive Dinge wahrnehmen, wenn du deinen Filter durch das Clickertraining schulst, dass das ab jetzt die relevanten Reize für dich sind. Es ist doch viel schöner durchs Leben zu gehen und positive Sachen wahrzunehmen.

Mit kleinen Schritten ans Ziel

Beim Clickertraining lernen wir ein großes Ziel in kleine Schritte aufzuteilen. Es istwichtig, dass wir das, was wir unserem Tier beibringen möchten in möglichst kleine Schritte aufteilen und  diese unserem Tier dann nach und nach beibringen. Denn nur so kann es verstehen, was wir wirklich möchten. Wir können ihm ja nicht sagen, was wir wollen, sondern ihm, eben, unter anderem durch den Clicker, den Weg zum Ziel zeigen. Das machen wir, in dem wir jeden Schritt in die richtige Richtung belohnen.

Genau dieses Aufteilen von Zielen kann uns auch in unserem Alltag super helfen. Viele von uns haben Ziele, oft große Ziele und das ist auch gut, wo wissen wir wo es hingehen soll. Doch vielleicht kennst du das auch, dass man einfach gar nicht weiß, wo man anfangen soll eben weil das Ziel so groß ist. Da kann es schnell passieren, dass wir uns verzetteln, alles ein bisschen anfangen aber nichts richtig fertig machen. Zumindest ich kenne das sehr gut und das kann echt frustrierend sein. Wenn wir unser großes Ziel erstmal in kleine Schritte aufteilen haben wir einen Fahrplan, denn wir Schritt für Schritt gehen können. Außerdem haben wir immer wieder kleine Erfolge, wenn wir einen Punkt auf der Liste erledigt haben. Ich mache das zum Beispiel gerade beim Aufbau meiner Selbstständigkeit so. Ich weiß schon lange wo es hingehen soll, habe 100 Angebote im Kopf und ganz viele Sachen die ich machen möchte: Website erstellen, Blogartikel schreiben, Angebote entwickeln, einen Newsletter aufsetzen, meinen Freebie erstellen. Am Anfang habe ich dann von allem bisschen, aber nichts fertig gemacht. Jetzt habe ich einen genauen Plan im Kopf und ich freue mich über jedes Ziel, dass ich erreicht habe.

Der Weg ist das Ziel – mehr Geduld ins Leben bringen

Clickertraining schult unsere Fähigkeit geduldig zu sein, denn es ist kein schneller Lösungsweg. Wie oben beschrieben, teilst du das Endziel, welches du hast in kleine Schritte. Außerdem kann es auch mal etwas dauern, bis dein Hund das gewünschte Verhalten. Hier ist Geduld gefragt. Doch können wir nicht alle etwsa mehr Geduld im Leben gebrauchen? In der heutigen Zeit geht alles so schnell. Wir haben kaum noch Zeit mal durchzuatmen und den Weg zum Ziel zu genießen, es geht so oft um „schneller, höher, weiter.“ Dabei verpassen wir so viel. Oft merken wir dann vor allem, dass sich in uns gar nichts geändert hat, wenn wir unser Ziel erreicht haben. Deshalb bringt es dir so viel, wenn du lernst geduldiger sein und genau das, kannst du im Clickertraining üben.

Falls du Interesse hast mehr über Clickertraining zu lernen, schau mal auf der Seite der Hundeschule Niddanasen, dort gebe ich am 25.11 und 2.12 einen Kurs. Bei Interesse melde dich gerne bei mir oder direkt bei den Niddanasen.

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