34 Beschäftigungsideen für deinen Hund in der Wohnung

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Wer kennt es nicht, die Tage werden dunkler und draußen wird es kälter, da gibt es Tage an denen hat man jetzt nicht so die große Lust draußen große Spaziergänge zu machen. Oder, wie in meinem Fall mit meinen zwei Windhunden, der Hund selbst will gar nicht raus oder wenn dann nur so lange, wie es unbedingt notwendig ist. Trotzdem möchten wir uns mit unserem Hund beschäftigen und ihm Abwechslung bieten. Daher möchte ich dir hier gerne einige Ideen geben, was du mit deinem Hund in der Wohnung machen kannst.

Hierbei handelt es sich lediglich um Ideen und Anregungen, ich werde dir nicht den genauen Aufbau der Übungen zeigen. Wenn dir etwas zusagt, du aber nicht genau weißt wie du es umsetzt, hol dir professionele Hilfe. Doch keine Sorge, die meisten der Ideen sind total einfach und ohne große Vorbereitung für jeden umsetzbar.

Futtersuche

Eine super Beschäftigungsmöglichkeit ist es, wenn du deinen Hund Futter suchen lässt. Ich finde ja generell, dass alles was mit Suchen zu tun hat eine super Beschäftigung ist, vor allem weil es dem natürlichen Instinkt unserer Hund entspricht, dass sie etwas für ihr Futter tun müssen. Falls du Bedenken hast, dass dein Hund zu viel frisst, kannst du einfach ihm einfach die normalen Futterportionen auf etwas kreativere Art geben. Daher zeige ich dir hier einige Möglichkeiten

  1. Leckerlies in der Wohnung verstecken. Du nimmst Leckerlies in die Hand und lässt deinen Hund warten, während du sie im gesamten Zimmer versteckst. Hierbei darfst du auch gerne etwas  kreativ werden und sie beispielsweise unter einer Decke oder hinter einem Regal verstecken. Wenn dein Hund noch nicht gut warten kann, kannst du das hiermit super aufbauen, beispielsweise indem du erst ein Leckerlie versteckst und das ganze dann steigerst. Natürlich kannst du dir am Anfang auch Hilfe holen, in dem beispielsweise jemand deinen Hund festhält während du versteckst. Das ganze kannst du dann noch steigern, in dem dein Hund nicht zuschaut, wie du versteckst, beispielsweise in dem du den Raum wechselst oder deinen Hund mal im Dunklen suchen lässt.
  2. Leckerlies in einer Küchenrolle oder Toilettenpapierrolle verstecken. Du nimmst einfach eine leere Toilettenpapierrolle oder Küchenpapierrolle und versteckst darin Leckerlies. Das tolle daran ist, dass dein Hund die Rolle auch wirklich kaputt machen kann. Wenn du sehr sensible Hunde, wie meine Nele hast, kannst du auch einfach nur ein Stück Küchenpapier nehmen.
  3. Zeitung lesen. Nimm dir eine Zeitung oder Zeitschrift und verstecke die Leckerlies zwischen den Seiten. Du kannst auch einige Seiten der Zeitschrift zusammenknüllen und die Leckerlies rein machen.
  4. Futter in einer Decke einwickeln: Roll eine Decke ganz auf dem Boden auf und während du sie zusammenrollst legst du immer wieder Leckerlies in die Decke.
  5. Du kannst die Decke auch einfach auf dem Boden zusammenknäulen und die Leckerlies in der Decke verstecken.
  6. Für die Ordnungsliebenden kann die Decke auch ordentlich gefaltet werden  und dazwischen können immer wieder Leckerlies gelegt werden.
  7. Leckerlies aus der Kiste. Nimm hierzu eine kleine Kiste oder einen Karton und fülle ihn mit beliebigen Gegenständen. Dies kann einfach Papier sein, Kloopapier – oder Küchenpapierrollen, Geschirrtücher oder auch die gelben Teile aus dem Überraschungsei 😉 deiner Kreativität ist hier keine Grenze gesetzt, du solltest nur darauf achten, dass dein Hund die Gegenstände nicht verschlucken kann.
  8. Schnüffelteppich. Du kannst das Futter eines Hundes auch in einem Schnüffelteppich verstecken oder es ihm aus einem
  9. Kong. Auch ein Kong kann eine super Beschäftigungsmöglichkeit sein, vor allem wenn dein Hund überwiegend Nassfutter frisst.
  10. Schleckmatten, auch eine tolle Idee zur Beschäftigung und sie können total vielfältig befüllt werden. Danke liebe Katharina für die Idee.

Ruhe und Entspannung

Das unangenehme Wetter kann super genutzt werden um gemeinsam zu entspannen und mehr Ruhe in den Alltag zu bringen, denn sind wir doch mal ehrlichen das tut uns doch allen gut.

  1. Gemeinsames Entspannen. Nimm dir einfach mal 15 Minuten Zeit, mach vielleicht Musik an oder nutze andere Dinge, die dich entspannen (Düfte, Kerzen..) und setze dich zu deinem Hund. Du musst ihn gar nicht berühren. Entspann dich einfach, du wirst merken, es überträgt sich auf deinen Hund. Ja auch das ist Beschäftigung.
  2. Aufbau eines Entspannungssignals. Du kannst du kalte Jahreszeit auch nutzen um ein Entspannungssignal zu etablieren. Hierzu wartest du bis dein Hund entspannt ist und verknüpft diesen Zustand mit verschiedenen Dingen, wie einem Wort oder einem bestimmten Duft (Achtung, informier dich hier bitte, welche Düfte gut für Hunde sind und vor allem welcher für deinen Hund entspannend wirkt).
  3. Ruhedecke. Dein Hund kann lernen an einem bestimmten Ort, wie eine Decke zur Ruhe zu kommen, auch dies kannst du in der kalten Jahreszeit super mit ihm üben.
  4. Yoga mit deinem Hund. Hierbei geht es nicht darum, dass dein Hund die Asanas lernst, sondern dass du ihn durch Berührung in Nähe in deine Yoga Praxis einbindest. Sehr gute Erfahrung habe ich hier bei den Atemübungen, wie der Wechselatmung gemacht. Wenn ich meinen Hund hierbei abwechseln auf der linken und rechten Seite berühre, entspannen sie sich total. Natürlich darf das gemeinsame Shavasana am Ende der Einheit nicht fehlen.
  5. Streicheln. Ja das klingt banal, doch wann hast du dir das letzte Mal richtig Zeit genommen um deinen Hund einfach nur zu streicheln.
  6. Massage. Wenn dein Hund gerne gestreichelt wird, kannst du ihn vielleicht sogar ein bisschen massieren, hier gibt es tolle Übungen und Anleitungen
  7. Körperbänder. Auch die Arbeit mit Körperbändern kann sehr wohltuend für deinen Hund sein.
  8. Vorlesen. Auch wenn dein Hund vielleicht die Worte nicht versteht, kann deine ruhige Stimme und die Nähe zu dir ohne, dass du etwas von ihm möchtest, sehr angenehm sein.
  9. Einfach sein. Nichts tun, einfach nur zusammen sitzen und sein.

Neues Lernen und Altes festigen

Eine weitere Möglichkeit deinen Hund zu beschäftigen kann es sein, ihm neue Sachen beizubringen oder Dinge die er schon kann zu verbessern. Hier einige Ideen und Anregungen

  1. Markerswort. Ich bin ja ein riesen Clicker Fan, der erste Schritt kann hier die Etablierung eines Markerwortes sein.
  2. Grundkommandos. Du kannst deinem Hund die typischen Grundkommandos wie Sitz, Platz und Bleib beibringen.
  3. Kommandos aus Entfernung. Falls dein Hund die Grundkommandos schon kann, kann ein nächster Schritt sein, dass du ihm die Kommandos aus verschiedenen Entfernungen gibst. Meist stehen wir direkt vor oder neben unserem Hund, wenn wir ihm das Kommando geben, doch klappt es auch, wenn du einige Meter weit weg bist?
  4. Kommandos länger halten. Eine weitere Möglichkeit die Grundkommandos zu verbessern kann sein, dass dein Hund länger in ihnen bleibt. Entweder bis du sie auflöst oder du bringst ihm ein Kommando bei, dass ihm sagt, dass er in der Position bleiben soll.
  5. Du kannst deinem Hund natürlich auch noch weitere Tricks beibringen, hierbei ist deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt. Du kannst ihm zeigen, wie er sich tot stellt, Sachen aufräumt oder seinen Blick erweitert, in dem er sich auf die Hinterbeine stellt.
  6. Gegenstand in den Mund nehmen. Du kannst deinem Hund auch beibringen einen Gegenstand ins Maul zu nehmen. Dies kannst du steigern, in dem du ihn dir dann bringen lässt.
  7. Gegenstände verstecken. Wenn dein Hund gelernt hat, dir Gegenstände zu bringen, kannst du diesen in der Wohnung verstecken während der Hund wartet und ihn dir bringen lassen. Dies kannst du genau so steigern, wie bei der Futtersuche in der Wohnung (Punkt 1)
  8. Targets etablieren. Du bringst deinem Hund hier bei ein bestimmtes Ziel (eben das Target) mit einem bestimmten Körperteil zu berühren. Mein Lieblingstarget ist hierbei, dass der Hund mit der Nase meine Hand auf das Kommando „touch“ berührt. Das ist super, um ihn an bestimmte Orte zu führen oder wenn du möchtest, dass dein Hund zu dir kommt.
  9. Medical Training. Die kalte Jahreszeit bietet sich super an um mit deinem Hund zu üben, dass er sich problemlos beim Tierarzt behandeln lässt. Beispielsweise in dem du ihn mit verschiedenen Gegenständen vertraut machst oder/ und ihn an verschiedenen Stellen berührst. Natürlich ist es wichtig, das ganze kleinschrittig und positiv aufzubauen. Wenn du hier keine Erfahrung hast, hole dir lieber professionelle Hilfe.

Fitness – und Balanceübungen

Du kannst die kalte Jahreszeit gut nutzen um mit deinem Hund einige Fitness oder Balanceübungen zu machen, denn das geht auch gut in der Wohnung

  1. Balanceübungen, beispielsweise mit Hilfe eines Balance Pads. Hierbei führst du den Hund Schritt für Schritt auf das Pad und lässt ihn dort einige Zeit stehen. Auch hier ist wieder ein kleinschrittiger Aufbau und positive Verstärkung sinnvoll.
  2. Sachen umrunden. Hier lernt dein Hund auf Kommando um einen bestimmten Gegenstand zu laufen, dies kann ein Pylone oder auch irgendetwas anderes, was du gerade daheim hast, sein.
  3. Körperschulung. Du kannst verschiedene Übungen mit deinem Hund machen um sein Körpergefühl zu verbessern. Beispielsweise kannst du einen Putzeimer oder einen kleinen Hocker so hinstellen, dass dein Hund sich mit den Vorderbeinen drauf stellen kann. Dies kannst du steigern, in dem er sich um den Gegenstand dreht, während die Vorderbeine auf dem Gegenstand bleiben.
  4. Hindernisparcour. Du kannst natürlich auch richtig kreativ werden und einen kleinen Parcour für deinen Hund aufbauen. Hierfür brauchst du auch gar keine speziellen Sachen. Du kannst beispielsweise Kissen, Putzeimer und anderes was du im Haushalt findest nutzen.

Gemeinsam Spielen

  1. Zerrspiele. Ja ich mache mit meinen Hunden Zerrspiele und wir lieben es beide. Es macht uns einfach Spaß und das sollte doch das wichtigste beim Zusammensein mit Hund sein.
  2. Suchspiele. Ich verstecke auch gerne das Spielzeug von meinen Hunden und lasse es mir dann bringen. Du solltest dann natürlich darauf achten, dass du es ihnen nicht wegnimmst und gleich wieder versteckt, wenn sie es dir gebracht haben, sondern erst mal was tolles mit ihnen machst.

So ich hoffe ich hoffe du findest hier einige Anregungen, was du mit deinem Hund in der Wohnung machen kannst. Falls du Fragen oder auch weitere Ideen hast, melde dich gerne bei mir.

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